Raus aus der Magersucht ohne Klinik – wie es (auch) geht!

//Raus aus der Magersucht ohne Klinik – wie es (auch) geht!

Julia

zul. aktualisiert: 20.12.18
von JULIA

Raus aus der Magersucht ohne Klinik – wie es (auch) geht!

Jenny hat schon Klinik-Aufenthalte und Therapien hinter sich, doch nichts half ihr dauerhaft. Sobald sie wieder aus der Klinik war, ging es erneut bergab – nicht nur mit dem Gewicht, auch mit der Laune. Sie fiel in alte Muster und schaffte es nicht, alte Gewohnheiten komplett loszulassen.

Jenny ist kein Einzelfall. Sehr häufig kommt es nämlich vor, dass der „Erfolg der Klinikaufenthalte“ sich genau auf den Zeitraum des Besuches beschränkt. „Endlich Klinik, da werde ich sicher automatisch gesund“… das wäre zwar schön, doch liegt es allen voran an der Bereitschaft zur Veränderung – die vor allem von einem SELBST kommt. Leben heißt (auch) Verantwortung. Eine Klinik KANN im besagten Fall durchaus unterstützen (und ist in Akutfällen auch unabdingbar!). Doch der Erfolg des Aufenthalts ohne eigenen Wille zur (anhaltenden) Veränderung ist meist nur von sehr kurzer Dauer. Und diesen Willen bekommt man (leider) nicht im Krankenhaus, sondern vor allem im Kopf.

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Inhalt:

~ Raus aus der Magersucht ohne Klinik – ja, es geht!
~ Warum es an deinem Willen liegt
~ Warum das Krafttraining hilft
~ Hast du eine Leidenschaft?
~ Rückfälle sind Teil des Weges
~ Raus aus der Magersucht ohne Klinik: Recovery kurz zusammengefasst

Wichtiger Hinweis: Meine Erfahrungen, mein Weg und meine Vorschläge gelten NICHT als „alleinige Lösung“. Klinik-Aufenthalte sind vor allem für Akutfälle nicht nur ratsam, sondern auch wegen der ärztlichen Untersuchungen notwendig! Leider ist die Rückfallquote aber ziemlich hoch, deshalb möchte ich mit „meinem Weg“ anderen Mut machen und eine weitere Möglichkeit aufzeigen, den Diät- und Magerwahn hinter sich zu lassen. 

Raus aus der Magersucht ohne Klinik – ja, es geht!

Es gibt bereits einige erfolgreiche Geschichten zu „Magerwahn loswerden ohne Klinik„. Meine Eigene zähle ich hier dazu. Ich bin aber auch ein Beispiel dafür, dass ein Aufenthalt (alleine) eben nicht hilft, wenn man nicht wirklich bereit ist, etwas zu verändern. Zwei Mal kam ich damals in den Genuss, beide Male ging es anschließend – gewichtstechnisch sowie launisch – wieder bergab und ich fiel in alte Muster. Ich war anscheinend einfach noch nicht bereit dafür und WOLLTE es nicht genug. Als ich ein drittes Mal hätte eingewiesen werden sollen und mich gegen einen erneuten Aufenthalt entschied, habe ich gleichzeitig aber auch den Entschluss gefasst: JETZT REICHT’S! Ich schupf das Ding jetzt alleine. Ich will das alles nicht mehr, sondern mein Leben endlich wieder LEBEN! Es hat einfach KLICK gemacht und das wirklich einmal zu WOLLEN, hat den Start der ganzen Sache ausgelöst. Nun – 9 Jahre später – kann ich sagen: Es hat sich sowas von gelohnt, nicht aufzugeben! Und ob mit oder ohne Klinik: DU hast es in der Hand, etwas zu verändern! Dass es einfach ist, sagt keiner… und es wird am Weg einige Tiefs geben… Doch was auch immer es braucht, dass du wieder aufstehst – mit oder ohne Unterstützung – fang‘ an, Verantwortung für dein Leben zu übernehmen! Denn alles, was dir nicht gut tut, kann weg! Fokussiere dich auf all mögliche Lösungen, die es so gibt.

Jenny hat sich an mich gewendet, weil auch sie – wie ich damals – nicht mehr weiter wusste. Sie wusste, es liegt an ihr, aber sie wusste nicht WIE. Sie hatte keine Lust mehr auf Therapien oder Kliniken, denn irgendwie brachte sie das nicht wirklich weiter. Sie weiß das alles. Sie weiß, wie man isst. Sie weiß, dass sie Energie zum Leben braucht.
Was ich ihr rate, ist das, was ich allen in dieser Situation rate: Eine Mischung aus Arbeit am Körper und Arbeit an der Seele. Krafttraining, um den Körper bzw. die verlorene Muskulatur wieder zu kräftigen und physisch gesund zu werden (bei ärztlichem Einverständnis!). Auch für die seelische Gesundheit gibt es einiges, das man – neben den klassischen Therapien – auch selbst tun kann: Selbstreflexion, sich über die Selbstverantwortung bewusst werden, einige Fragen, die man sich stellen darf (etwa: „Warum fällt es mir (gerade) eigentlich so schwer, das Leben zu genießen?  Was braucht es, damit es mir wieder besser geht? Wo möchte ich eigentlich einmal hin und was tue ich JETZT dafür? Bringt mich das Hungern weiter? Mit welchen Spätfolgen werde ich einmal zu kämpfen haben? Wo stecken eigentlich meine Leidenschaften und möchte ich das Potential, das ich aktuell GEGEN mich richte, nicht lieber dafür nutzen? Was sind meine Ziele im Leben?„).magersucht diät

Warum es an deinem Willen liegt

Mir selbst hat die Klinik damals nur eine Sache gelehrt: Dass ich dort nicht mehr hinmöchte. Vielleicht war es also notwendig, um zumindest zu wissen, was ich NICHT mehr möchte. Auch das kann durchaus eine Erkenntnis sein, die dich weiter und dem Ziel näherbringt. Wenn du also schon einmal in einer Klinik warst und dort nicht mehr hinmöchtest: Was tust du JETZT (anders), damit genau das nicht mehr passiert?

In meinem Fall hat mir das Krafttraining im ersten Schritt „das (physische) Leben gerettet“. Es half mir, wieder mehr zu essen, immerhin trainierte ich. Erst (leider etwas) später kam dann die Sache mit der „Arbeit an der Seele“ –  Selbstreflexion und hinterfragen (der Ideale, wohin ich will, warum das alles, was ich erreichen will, etc.) – hinzu. Das ist aber okay so, denn im ersten Schritt heißt es vor allem bei schon stark gesundheitlichen Beschwerden, erstmal den Körper wieder auf Vordermann bzw. Vorderfrau zu bringen, um überhaupt eine Chance zu haben, an der Seele zu arbeiten. Wenn der Körper vorher aufgrund der Mangelernährung versagt, wars das sowieso. Am besten gar nicht erst soweit kommen lassen. 😉

Wenn es heißt „such dir Hilfe!“ sind damit meist Therapien und Klinik-Aufenthalte gemeint. Ja, das kann helfen. Es muss aber nicht der alleinige Weg sein. Irgendwann versteht man: Es liegt sowieso an einem selbst! Alles, was von außen kommt, KANN man zwar annehmen, aber die tollste Klinik hilft nicht, wenn man einfach noch nicht bereit dazu ist. Erst, wenn man will, kann man Unterstützung wirklich annehmen. Vielleicht braucht man diese dann intensiv, vielleicht aber auch nicht. Am Wissen der richtigen Ernährung liegt es ja selten, die ist bei Betroffenen durchaus meist da. 😉

Warum das Krafttraining hilfthanteln magersucht klinik

Meist ist die Fixierung auf das Körperbild noch sehr stark ausgeprägt: Ja nicht zunehmen! Ja nicht fett werden! (Dass man weit von „fett sein“ entfernt ist, weiß der Kopf zwar iiiiiirgendwo schon, im Spiegel ist es aber nicht sichtbar… reale Wahrnehmung nicht vorhanden 😉 ). Das heißt, man möchte nicht einfach so „zunehmen und dick werden“, sondern in vielen Fällen folgt danach der Wunsch „sportlich zu werden“… Das Training kann somit enorm unterstützen, um die Sache mit dem „wieder ausreichend essen“ zu vereinfachen und durch das Krafttraining wird der Muskelaufbau begünstigt. Das Training mit Gewichten sorgt für einen sportlichen Look, strafft das Bindegewebe und schützt vor Osteoporose (worunter viele Betroffene leiden). Dass durch einen erhöhten Anteil an Muskelmasse der Grundumsatz steigt, ist nochmal ein Pro-Argument, aber wir machen Sport ja NICHT zur Kalorienverbrennung. 😉 Okay, aktuell vielleicht noch, aber irgendwann nicht mehr.

Lass es aber nicht in ein anderes Extrem ausarten! Mach Krafttraining, weil du GESUND werden willst, aber nicht, um eine andere Art von Ideal hinterherzueifern. Sportlich gut aussehen und nicht verfetten wollen: JA! Aber von „fett“ bist du mit Sicherheit weit entfernt und du brauchst auch kein megakrass ausgeprägtes Sixpack, um „schön“ zu sein und auf dieser Welt leben zu dürfen. Passe das Training deinem Leben an – nicht umgekehrt. Arbeite am Körper UND an der Seele; Aussehen ist nicht unwichtig, aber auch nicht alles!

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Hast du eine Leidenschaft?

Es MUSS natürlich nicht zwangsläufig das Krafttraining sein. Auch, wenn das mein Weg war und ich es physisch für die beste Sache halte, die man dem Körper nach einer Hungerphase geben kann. Es geht im Prinzip darum: Finde etwas, das dich erfüllt, das dir neuen (Lebens)Mut gibt, das dich im Leben voranbringt. Dass du Potential und Durchhaltevermögen hast, hast du bereits bewiesen. DU KANNST SO VIEL! Du konntest abnehmen und es sogar soweit treiben, dich stark runterzuhungern. Du hast Ehrgeiz, du hast Disziplin, du hast einen Willen. Du nutzt ihn aktuell vielleicht einfach nur falsch und wenn du ihn deshalb genau dafür nutzt, etwas GUTES zu schaffen – das dir NICHT schadet – dann kannst du sehr viel erreichen.

Was auch immer das ist, was dir Halt gibt und du gerne tust: Lebe es aus und mach etwas Schönes! Richte den Fokus nicht mehr auf das Problem, sondern auf eine mögliche Lösung. Stundenlang auf Instagram auf Recovery oder Fitness Accounts herumzuscrollen, sorgt übrigens in den meisten Fällen NICHT dafür, dass man davon den „Kopf frei bekommt“. 😉 Verbring ein paar mehr Stunden mit „echten Menschen“, die dein Leben bereichern und dir gut tun!

Rückfälle sind Teil des Weges

Akzeptiere deine Rückfälle und mach weiter! Du bist deshalb kein „schlechter Mensch“ oder machst etwas falsch, du lernst einfach dazu! Sie werden dich – egal wie groß dein Wille zur Veränderung schon ist – immer begleiten und das ist okay. Wichtig ist, zu reflektieren. WARUM und vor allem: (wie) mache ich jetzt weiter? Lasse ich mich deshalb wieder voll aus der Bahn werfen? Bleibe ich stehen, bleibe ich liegen oder verfolge ich einfach weiterhin mein Ziel?frieden selbstliebe

Mach was Gutes aus dir, auch wenn es nicht immer „einfach“ ist. Alles, was dir GUT tut und nicht schadet, ist es aber wert! Du bist es wert zu leben und du bist es wert, das Beste aus deinem Leben zu machen! Du kannst jeden Tag entscheiden. Schließe Frieden mit deiner Vergangenheit und deinem Körper. Er ist dafür da, dich gesund bis ins Grab zu bringen. Bis du dieses siehst, dauert es hoffentlich noch eine Zeit lang – aber das liegt vor allem daran, wie du ihn behandelst!

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Raus aus der Magersucht ohne Klinik: Recovery zusammengefasst:

  • für den Körper:
    • Krafttraining – Muskulatur wieder stärken, Osteoporose vorbeugen
    • ausreichend essen: wenn nötig anfangs noch mit Struktur/Kalorien zählen; ausreichend Protein für Muskeln und Knochen, Mikronährstoffe, Kohlenhydrate für Energie im Sport und ausreichend Fett (Hormonhaushalt, Vitaminaufnahme); evtl. Blut-Check für Aufdeckung von Mängel und bei Bedarf supplementieren
    • bei Bedarf regelmäßige ärztliche Checks
  • für die Seele:
    • Selbstreflexion, Gründe erfragen, „muss ich ‚ideal‘ sein, um leben/essen zu dürfen“? wo sehe ich mich in 5 Jahren und was mache ich HEUTE dafür? kann ich verzeihen – mir selbst und anderen? will ich mein eigenes Leben leben? will ich mir weiterhin weh tun, warum? wie viel Lebenszeit habe ich eigentlich noch und womit nutze ich sie?, …
    • falls du es alleine nicht schaffst: Therapien, Coachings, Austausch mit anderen – auch unabhängigen – Menschen über diverse Themen (auch außerhalb Sport und Ernährung) – erweitere deinen Horizont und du wirst sehen, was das Leben noch so zu bieten hat 😉

Passt auf euch auf!

Alles Liebe
Eure Julia


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Über die Autorin
Julia Reitgruber, MSc.
~ Gründerin energy4soul, Dipl. Fitness- und Personaltrainerin, zertif. Ernährungscoach, psychologische Beraterin
„Ich selbst habe mir jahrelang das Leben mit meinem Essverhalten schwer gemacht, bis ich verstanden habe, wie ich eine ausgewogene Ernährung langfristig in mein Leben integriere, ohne mich einzuschränken oder psychisch fertig zu machen. All das, was ich über viele Jahre über das richtige Krafttraining, eine ausgewogene Ernährung und die menschliche Psyche lernte, gebe ich heute in den Coachings weiter. Ich unterstütze dich auf deinem persönlichen Weg zu einem fitten Körper und einer langfristig ausgewogenen Ernährung ohne unkontrollierten Fressanfällen, Mager- oder Diät-Wahn.“
Mehr über meine Geschichte erfährst du HIER.
Wenn du Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben: KONTAKT.

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