Soll ich jeden Tag leben, als „wäre es mein Letzter“?

//Soll ich jeden Tag leben, als „wäre es mein Letzter“?

Julia

zul. aktualisiert: 23.08.18
von JULIA

Lebe jeden Tag, als wäre es dein Letzter!

Sollte ich wirklich so leben? Würde uns das weiterbringen? Und wie hilft uns der Gedanke an den Tod, das Leben noch mehr zu genießen?
Ein Artikel für mehr Zufriedenheit im Job, im Leben und mit deinem Körper

Inhalt:

~ Soll ich jeden Tag leben, als „wäre es mein Letzter“?
~ Ein Auszug der Reaktionen meiner Umfrage
~ Bringt mich der Gedanke „Heute ist mein letzter Tag“ wirklich weiter?
~ Geliebte Menschen wissen lassen, was man empfindet
~ Eine Arbeit machen, die man (nicht) gerne macht
~ „Ich würde nur noch Schokolade und Pizza essen“
~ Der Gedanke an den Tod: Er hilft uns, das Leben zu genießen


Lebe jeden Tag, als wäre es dein Letzter – soll ich das wirklich?

Ich habe gestern in meiner Instagram Story eine Umfrage gestartet („wenn heute dein letzter Tag wäre…?„) und die Resonanz war verblüffend. Vor allem aber war es schön zu lesen, was da so zurückgekommen ist! Danke an dieser Stelle an alle fürs Mitwirken. Es hat mich einerseits in meinem Denken, worauf es im Leben WIRKLICH ankommt (zumindest, für mich – und anscheinend auch für viele andere) ziemlich bestätigt und andererseits hat es mir gezeigt, dass die Menschen hinter diesen Accounts, wirklich zu mir passen. 🙂 Da ich selbst nach einer nicht immer ganz so positiven Vergangenheit heute ein lebensfroher Mensch geworden bin, bereits einiges erreicht und riskiert habe, um mein Leben wirklich zu LEBEN, möchte ich diese Lebensfreude heute anderen Menschen mitgeben. Das ist auch ein Grund, warum ich mich für diesen Blog-Eintrag entschieden habe und ein paar der Antworten hier mit euch teilen möchte.

Ein Auszug der Reaktionen meiner Umfrage:

„Mit meinem Schatz ans Meer fahren und einfach nur den Tag genießen“.
„Alles essen, was mir in die Quere kommt. Und das mit meiner Familie“.
„Meinen Sohn küssen und einen Brief für seine Zukunft schreiben“.
„Leben, so wie ICH es will.“
„Mein Pferd, meine Oma besuchen und ganz viel Eis essen.“
„Mit meiner Familie und Freunden die Zeit genießen“
„Meinen Eltern sagen, wie dankbar ich bin und was ich für ein schönes Leben hatte.“
„Aufs Geld schei*, ans Meer fahren. Einen riesigen Eisbecher und eine Pizza essen.“

Und wirklich ganz besonders war die Antwort, die mich erreichte, kurz bevor die 24 Stunden der Umfrage-Story abgelaufen sind:

„Ans Grab meiner verstorbenen Verlobten gehen und ihr sagen, dass ich bald bei ihr bin.“

Diese Rückmeldung verursachte bei mir Gänsehaut und fasst eigentlich auch alles schon sehr gut zusammen!! An dieser Stelle nochmals, alles, alles Gute an den Verfasser! Und auch all den anderen!

Bringt mich der Gedanke „Heute ist mein letzter Tag“ wirklich weiter?

Seien wir uns einmal ehrlich. Ein bisschen „ausgelutscht“ ist dieser Satz mittlerweile schon, oder? Man liest ihn gefühlt bei jeder zweiten Antwort auf die Frage „Was ist dein Lebensmotto?“. Aber wer lebt denn wirklich so? Sollten wir das tun? Hand aufs Herz: Würden wir diese Aussage alle wortwörtlich nehmen, wäre der Großteil der Bevölkerung wohl fett und arbeitslos. Die Wenigsten kämen auf die Idee, am letzten Tag ihres Lebens in die Arbeit zu fahren und in der Mittagspause an einem Salat-Blatt zu kauen. Das ist auch legitim.

Doch da wir hoffentlich noch länger als diesen einen Tag haben (ABER WIR WISSEN ES NICHT!), macht eine Mischung aus Vernunft und sich fragen, was man selbst WIRKLICH gerne macht, unabhängig davon, was als „gut“ gilt, einfach Sinn. Es geht nicht darum, alles hinzuschmeißen, sondern darum, sich regelmäßig zu fragen, ob man das, was man gerade tut, auch wirklich GERNE tut. Die begrenzte Zeit, die wir hier zur Verfügung haben, auch entsprechend zu nutzen. Leben statt existieren. Sich mehr auf sein eigenes Ding zu konzentrieren, als sich von äußeren Einflüssen lenken zu lassen. Es ist DEIN Leben.

Geliebte Menschen wissen lassen, was man empfindet

Es passiert so viel Schlechtes auf dieser Welt, was einfach nicht nötig wäre. Jeden Tag wird irgendjemand verprügelt, bestohlen oder gar ermordet. Wäre das wirklich notwendig? Müssen wir Menschen uns gegenseitig das Leben oft schwerer machen, als es uns „das Schicksal“ (oder was auch immer Krankheiten, Naturkatastrophen und Co. verursacht) manchmal ohnehin macht? Müssen Menschen da noch manuell eingreifen und Negatives verbreiten? Messen mit anderen. Eifersucht, Streit, Hass… Gegeneinander statt Miteinander?

Die Antworten auf meine Umfrage zeigen auch, worauf es im Leben WIRKLICH ankommt. Niemand käme auf die Idee, am allerletzten Tag seines Lebens die Zeit dafür zu opfern, andere Menschen schlecht zu machen oder ihnen Schaden zuzufügen. Lieber doch die Zeit für die wirklich schönen Dinge nutzen.
Es sind also vor allem die Menschen um uns herum, die unser Leben ausmachen. Es ist das Miteinander. Das Gefühl von „ich habe andere an meiner Seite, die mir etwas bedeuten„… Schaffen wir es auch wirklich, diese Liebe regelmäßig zu zeigen? Uns mitzuteilen? Wie oft sagst du den Menschen, die du liebst, wie dankbar du bist? Dass du schätzt, was du an ihnen hast? Es sind wenige – ehrlich gemeinte (hoffentlich, sonst sag’s nicht 😉 ) –  Worte, aber sie können den Tag eines anderen Menschen ziemlich erhellen.

Ich selbst sage vor allem meiner Familie regelmäßig, dass ich dankbar für alles bin. Ich halte vieles, was ich heute in meinem Leben habe, nicht für selbstverständlich.

Eine Arbeit machen, die man nicht gerne macht

Machst du deine Arbeit gerne? Wirklich? Ich kriege in meinem Umfeld regelmäßig mit, dass leider häufig das Gegenteil der Fall ist. Oder diese Menschen nörgeln einfach gerne. 😉 Falls man aber tatsächlich sehr unzufrieden ist: Sei dir bewusst, dass Zeit dein kostbarstes Gut ist! Sie kommt nicht wieder. Du schenkst deiner Arbeit sehr viel davon.

Ich fordere hiermit nicht dazu auf, von heute auf morgen den Job zu kündigen (auch, wenn ich selbst es quasi genau so gemacht habe 😉 )… Das lassen die Lebensumstände in vielen Fällen gar nicht zu. ABER, anstatt dich selbst zu bemitleiden oder nur herumzunörgeln, sei dir bewusst, dass du grundsätzlich zwei Möglichkeiten hättest, wenn du WIRKLICH sehr unzufrieden damit sein solltest:

  • Möglichkeit 1: Für den Fall, dass du die Situation wirklich nicht ändern kannst (Weiterbildung, Recherche, Umorientierung,… aussichtslos): Die Situation akzeptieren, die Arbeit als das sehen, was sie ist („Ich verdiene mein Geld damit, damit ich mir ein Dach über dem Kopf leisten und mich ernähren kann, eigentlich geht es mir gut!„) und sich dabei nicht zu sehr hineinzusteigern. Bring deine Leistung, mach deine Arbeit, aber opfere dich nicht dafür auf und sei dankbar, dass du dir davon im besten Fall nicht nur deinen Lebensunterhalt, sondern auch dein Hobby – deine Leidenschaften – leisten kannst.
  • Möglichkeit 2: Die Situation ändern. Wie unzufrieden bist du WIRKLICH? Ist es nur hin und wieder ein „schlechter Tag“ oder gefällt dir die Tätigkeit ganz und gar nicht? Passt sie wirklich zu dir? Wo sind deine Stärken, deine Leidenschaften, was kannst du gut und was möchtest du machen? Kannst du dich vielleicht  innerhalb deines aktuellen Unternehmens umorientieren? Vielleicht kannst du dich auch in Teilzeit am Leben erhalten und hast somit mehr Zeit für Dinge, die dich erfüllen? Ist möglicherweise eine komplette Umorientierung und die Suche nach etwas Neuem notwendig?

Wenn dir deine Arbeit alles in allem betrachtet gefällt (und JEDER Job hat Vor- und Nachteile): Super, weitermachen, auf die bekannte Work-Life-Balance achten, trotzdem Dinge voranbringen und gut ist. Wer gerne tut, was er macht, wird besonders gut darin sein.

„Ich würde nur noch Schokolade und Pizza essen.“

Der Klassiker. Na gut, wäre es WIRKLICH der letzte Tag, den ich zu leben hätte, würde ich das wohl auch so machen. 😉  Da das aber wie erwähnt ja hoffentlich nicht der Fall ist und ich meinen Körper gerne noch gesund einige Jahre am Leben halten würde, habe ich hier einen Mittelweg für dich:fressattacken binge eating

Du darfst ALLES essen. Jeden Tag. Jeden Morgen stehst du auf und hast die Chance, am Tag genau das zu essen, was du möchtest. Und bevor ich jetzt höre „na, dann wäre ich doch genau bei Schokolade und Pizza„, gibt es da eben nur eine sehr wichtige Sache: Dein Körper möchte auch weiterhin seine Funktionen aufrecht erhalten und gesund bleiben. Daher ist die Zufuhr von bestimmten Nährstoffen essentiell. Es macht also Sinn, den Mix aus „Essen für den Körper“ und „Essen für die Seele“ zu finden. Jeden Tag. 🙂 Wer „ich esse, was mir schmeckt“ und „ich gebe meinem Körper Vitamine, Proteine, Mikronährstoffe und Co.“ in sein Leben integriert, wird nicht das Gefühl haben, an einem Tag alles auf einmal reinschaufeln zu müssen. Aber das ist ja auch wieder ein eigenes Thema, das ich HIER („Fressattacken stoppen“)  schon ausführlich behandelt habe.

Bewegung macht Sinn. Ausgewogene Ernährung macht Sinn. Beides ohne Druck. Den Sixpack in einem geschlossenen Sarg sieht übrigens niemand. 😛 Spaß beiseite, es bringt nichts, dafür auf etwas zu verzichten, was du EIGENTLICH gerne tun würdest („dieses Eis mit Freunden essen„). Tu die Dinge, die DU möchtest.
Und an dieser Stelle sei aber nochmals erwähnt, dass ich ein Freund davon bin, sich Ziele zu setzen. Einen „trainierten Körper“ als Ziel zu haben ist eine gute Sache und legitim. Es sollte sich gleichzeitig aber nicht nach „Aufopferung“ anfühlen. Ein sportlicher Körper und das Eis schließen sich übrigens nicht aus, aber auch das ist wieder ein eigenes Thema.
Aber zurück zum Punkt: Wir wissen nicht, wann unser Leben wirklich vorbei ist. Es KÖNNTE morgen sein. Hoffentlich nicht. Iss dein Eis, wenn DU das wirklich möchtest. Und wenn dir der durchtrainierte Körper wirklich so viel mehr gibt, ist das auch in Ordnung!  🙂

KOSTENLOSES EBOOK DOWNLOADENenergy4soul ebook cover
 FAQ – häufig gestellte Fragen – zu einer langfristig ausgewogenen Ernährung
 + viele nährstoffreiche Rezepte:
 36 Hauptspeisen & 55 Süßspeisen
 inkl. Kategorien: lowcarb, lowfat, glutenfrei, laktosefrei, vegetarisch, vegan
>>> HIER DOWNLOADEN!

Der Gedanke an den Tod: Er hilft uns, das Leben zu genießen

Abschließend kann ich also sagen: Du lebst dieses eine Leben. JETZT! Es kommt nicht wieder. Frag dich, was DU willst! Das kann dir kein anderer Mensch, keine (Social) Medien, keine Gesellschaftsnorm sagen. Nimm Rücksicht auf andere, achte auf das Strafgesetzbuch, aber ansonsten kannst du es dir gestalten, wie es dir lieb ist.

Ich selbst habe diese Denkweise vermutlich verhältnismäßig früh bekommen. Ich habe aber auch einiges durchgemacht, war dem Tod vermutlich näher als manch anderer und musste einige Male stolpern, bis ich die Sache mit dem „Leben selbst gestalten und genießen“ verstanden habe. Ich habe gelernt, mich selbst zu fragen, ob mich eine Situation wirklich zufrieden stellt. Tut sie es nicht – egal, ob im privaten, beruflichen oder sportlichen Bereich – frage ich mich, was ICH in dieser Situation tun kann: Kann ich etwas ändern? WILL ich etwas ändern? Bin ich bereit, die Risiken einzugehen, auch mögliche Folgen zu tragen, für die Chance, hinterher vielleicht um einiges glücklicher zu werden?

Frag dich regelmäßig, ob du wirklich DEIN Leben führst oder ob es nicht eher dich führt. Es KÖNNTE morgen vorbei sein. Hoffentlich ist es das nicht.  Pass auf dich auf!

energy4soul – für Körper und Seele


reitgruber julia energy4soul

Über die Autorin
Julia Reitgruber, MSc.
~ Gründerin energy4soul, Dipl. Fitness- und Personaltrainerin, zertif. Ernährungscoach, psychologische Beraterin
„Ich selbst habe mir jahrelang das Leben mit meinem Essverhalten schwer gemacht, bis ich verstanden habe, wie ich eine ausgewogene Ernährung langfristig in mein Leben integriere, ohne mich einzuschränken oder psychisch fertig zu machen. All das, was ich über viele Jahre über das richtige Krafttraining, eine ausgewogene Ernährung und die menschliche Psyche lernte, gebe ich heute in den Coachings weiter. Ich unterstütze dich auf deinem persönlichen Weg zu einem fitten Körper und einer langfristig ausgewogenen Ernährung ohne unkontrollierten Fressanfällen, Mager- oder Diät-Wahn.“
Mehr über meine Geschichte erfährst du HIER.
Wenn du Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben: KONTAKT.

NEWSLETTER ABONNIEREN & KOSTENLOS NEWSLETTER ERHALTEN
energy4soul ebook cover

Hinweis: Nach Eintragung erhältst du eine E-Mail zur Bestätigung über die Erlaubnis, dir den Newsletter zukommen zu lassen inkl. dem Link zum Download des eBooks. Du hast über den mitgesendeten Abmelde-Link jederzeit die Möglichkeit, den Erhalt zu widerrufen. Die Datenschutzerklärung findest du HIER.
Beitrag teilen:

Leave A Comment

*

code