Extremhunger nach Magersucht – was du dagegen tun kannst

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zul. aktualisiert: 07.06.20
von JULIA

Extremhunger nach der Magersucht loswerden
– wenn die Essstörung sich verlagert und was du dagegen tun kannst

Heißhunger und Fressattacken sind nach einer Magersucht bzw. langen strikten Diät keine Seltenheit. Auch wenn es für Außenstehende unvorstellbar und oft nicht nachvollziehbar ist, dass Betroffene – nur, weil sie jetzt mehr (oder gar zu viel) essen – nicht „gesund“ sind, weil mehr Kalorien auf dem Teller landen, ist diese Phase nach der Hungerzeit für die Psyche meist noch unerträglicher.
Wenn du gerade davon betroffen bist, kann ich dich beruhigen:
1) Das ist ein gängiger Teil des Prozesses, du bist nicht alleine und es ist nicht „abnormal“, sondern ein typischer Verlauf
2) Du kannst etwas dagegen tun!
Was genau, kannst du in diesem und weiteren Artikeln auf meinem Blog nachlesen.

Inhalt:

~ 1) Extremhunger nach Magersucht – du bist nicht alleine 
~ 2) Trainiere dein Bewusstsein und denke an deine Zukunft
~ 3) So geht’s: Werde die Fressattacken ein für alle mal los!


1) Extremhunger nach Magersucht – du bist nicht alleineextremer hunger nach magersucht

Der Körper bekam nicht genug Nährstoffe, die Seele schreit, innerlich ist alles leer. So fühlt es sich an, wenn man nach einer Magersucht in die Binge Eating „Phase“ rutscht. Lange hast du auf alles verzichtet, aber irgendwann geht es nicht mehr – der Körper will sich alles wieder zurückholen. Fressattacken nach einer strikten Diät sind ein gängiges Phänomen, das aus zweierlei Sicht auch nachvollziehbar ist:

  1. Der Körper bekam lange nicht alle Nährstoffe, die er brauchte, um richtig und „gesund“ zu funktionieren. Somit zeigt sich dies in Folge von extremen Heißhunger.
  2. Der Seele geht es schlecht, dies wird kompensiert mit Nicht-Essen bzw. danach dann Über-Essen – in welcher Form auch immer (Magersucht, Bulimie, Binge Eating, …) – das Essverhalten muss für etwas dahinter liegendes herhalten und wenn das nicht genau reflektiert und erkannt wird, wird es in irgendeiner Form immer wieder kompensiert werden. Ums Essen an sich geht es nicht!

Nach meiner Magersucht vor mittlerweile über 10 Jahren hatte ich ebenso eine kurze „Binge Eating Phase“. Innerhalb kürzester Zeit inhalierte ich mehrere tausend Kalorien, alles, was ich mir davor so lange verboten hatte: Brötchen, Nudeln, Schokolade, Eis, Nutella,… ich lief wie ferngesteuert in den Supermarkt, stopfte zu Hause alles in mich hinein, ohne wirklich zu genießen und fühlte mich danach einfach nur schlecht. Ich hatte Bauchschmerzen, fühlte mich fett und undiszipliniert. Ich habe Gott sei Dank sehr schnell die Kurve gekriegt, sodass diese Zeit auf meiner Recovery-Reise nur sehr kurz anhielt. Wie genau mein Weg aus der Magersucht war, darüber schreibe ich sehr ausführlich in meinem Buch: „Leben macht stärker“. (Klicke hier!)

2) Trainiere dein Bewusstsein und denke an deine Zukunft

Dir muss bewusst sein, dass es eigentlich nicht um Essen, um die Kalorien oder deine Figur geht. Du lenkst dich damit ab und es bringt dich keinen Schritt weiter, wenn du dies immer nur mit einem Teufelskreis aus Diät-halten und Überessen kompensierst. Lerne, das Essen als das zu betrachten, was es ist: Dem Körper Energie und Nährstoffe geben. Ein Auto braucht Treibstoff, um von A nach B zu gelangen. Und genauso brauchen wir Menschen Energie und Makronährstoffe, damit unser Mechanismus gesund funktioniert. Mach etwas aus deinem Leben! Am Ende deiner Tage willst du nicht, dass dieses nur aus (Nicht-)Essen, Gedanken an Kalorien und Gewicht, Schwächegefühl und sozialer Isolation bestand, oder? Wenn du HEUTE etwas veränderst, wirst du MORGEN stolz auf dich sein. Gestalte dein Leben, wie du es wirklich willst, solange du noch die Chance dazu hast! Die Zeit, die du jetzt verschwendest, kommt nicht wieder!

Denke also an deine Zukunft: DU heute in 10 Jahren, was möchtest du erreicht haben? Möchtest du nicht fit, sportlich und aktiv sein? Oder lieber mager oder – wenn die Heißhunger-Attacken so weitergehen – träge und faul? Ein gesundes Maß sowohl an Sport als auch in der ausgewogenen Ernährung bringt dich genau zu diesem Ziel! Das Krafttraining formt deinen Körper, strafft das Bindegewebe und beugt Osteoporose vor. Wenn du also gerade dabei bist, gesund zuzunehmen, kann ich dir das optimale Muskelaufbau-Training nur wärmstens empfehlen! Damit hast du ein Ziel: Ein sportliches, fittes ICH und kannst so die Ernährung dem Training anpassen – ausreichend, ausgewogen, nährstoffreich und ohne strikten Verzicht.

Weitere Informationen zum richtigen Krafttraining nach einer Magersucht kannst du hier nachlesen:

Gesund Zunehmen nach der Magersucht – ein Leitfaden

extremhunger nach magersucht

Fitness nach Magersucht – Warum Krafttraining alleine nicht ausreicht

Raus aus der Magersucht ohne Klinik

3)  So geht’s: Werde die Fressattacken ein für alle mal los!

Ich habe auf meinem Blog bereits zwei sehr ausführliche Artikel zu diesem Thema geschrieben, die genaue Schritte beinhalten, wie du nun die Fressattacken nach einer Hungerphase loswirst. Lies sie dir durch und verinnerliche sie, jeder Einzelne dazu ist sehr wichtig – hier zusammengefasst:

1) Vermeide sämtliche „Diät-Gedanken“ und versuche nicht, nach einer Fressattacke wieder zu hungern oder zwanghaft Sport zu machen, um es auszugleichen. Sonst kommst du aus diesem Teufelskreis niemals raus. Iss gesund und ausgewogen und decke deinen Bedarf an Nährstoffen. Keine „Hunger-“ oder „Extrem-Sport“-Tage nach Heißhunger-Attacken! Sonst folgt bald der Nächste!
2) Verzichte nicht auf bestimmte Lebensmittel: Jeder Verzicht auf Lebensmittel, die du eigentlich gerne zu dir nehmen würdest, führt dazu, dass du an solchen „Fresstagen“ diese in einer außergewöhnlich großen Menge zu dir nimmst und das Maß überschreitest. Lieber jeden Tag ein Stückchen (nach dem 80/20-Prinzip, 80% der Nahrungszufuhr aus „gesunden“ unverarbeiteten Lebensmitteln, 20% aus JunkFood bzw. Essen nach Wahl) als von einer Heißhungerattacke zur nächsten zu leben.
3) Reflektiere, wofür das Essen herhalten muss. Mache dir bewusst, dass (Nicht-)Essen deine Probleme nicht löst und schaue dir das dahinterliegende Thema an. Wenn es alleine nicht geht, dann mit Unterstützung.
4) Halte dich fern von Dingen, die dich negativ beeinflussen. Das gilt offline wie online und so auch Instagram-Accounts von „perfekten Models“ und Co. Real life happens offline mit Menschen, die dir wirklich gut tun. Nicht von wildfremden Models, von denen du nicht das komplette Leben kennst und nur einen Teil siehst, den sie dir zeigen. Vergleiche dich nicht! Es bringt nichts, zwei wildfremde Menschen mit völlig unterschiedlichen Vergangenheiten und Fokus auf die einzelnen Lebensbereiche, Ziele, zu vergleichen!

Genaueres zu den einzelnen Punkten und wie genau du den Heißhunger nach der Magersucht loswirst, kannst du in diesen beiden Artikel nachlesen:
>> Artikel: FRESSATTACKEN STOPPEN.

>>Artikel: Fressattacken nach Magersucht oder strikter Diät

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Vor kurzem habe ich ein LIVE Webinar gegeben, in dem es unter anderem um „Sättigungsgefühl nach Magersucht“, Extremhunger, Fressattacken, Kalorien zählen und die richtigen Snack Portionsgrößen geht. Hier (klick!) kannst du dir das Webinar online und kostenlos in voller Länge (50min) ansehen:

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Über die Autorin
Julia Reitgruber, MSc.
~ Gründerin energy4soul, Dipl. Fitness- und Personaltrainerin, zertif. Ernährungscoach, psychologische Beraterin
„Ich selbst habe mir jahrelang das Leben mit meinem Essverhalten schwer gemacht, bis ich verstanden habe, wie ich eine ausgewogene Ernährung langfristig in mein Leben integriere, ohne mich einzuschränken oder psychisch fertig zu machen. All das, was ich über viele Jahre über das richtige Krafttraining, eine ausgewogene Ernährung und die menschliche Psyche lernte, gebe ich heute in den Coachings weiter. Ich unterstütze dich auf deinem persönlichen Weg zu einem fitten Körper und einer langfristig ausgewogenen Ernährung ohne unkontrollierten Fressanfällen, Mager- oder Diät-Wahn.“
Mehr über meine Geschichte erfährst du HIER.
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2020-06-07T17:57:04+02:00

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