Fressattacken nach Magersucht oder strikter Diät – Essverhalten wieder in den Griff bekommen

//Fressattacken nach Magersucht oder strikter Diät – Essverhalten wieder in den Griff bekommen

Julia

zul. aktualisiert: 07.03.18
von JULIA

Fressattacken nach Magersucht oder strikter Diät
– Essverhalten wieder in den Griff bekommen

Hungern für die „Traumfigur“. Lange Diät-Phasen. Wochenlanger Verzicht bestimmter Lebensmittel. Doch der Körper holt sich irgendwann wieder zurück, was ihm lange verwehrt wurde – und oft sogar noch mehr. Es kommt häufiger vor, als man vielleicht denkt: Heißhunger- und Fressattacken nach Magersucht oder strikten „Diät-Phasen“. Je länger und je größer der Verzicht, desto ausgeprägter sehr häufig das andere Extrem danach. Binge Eating nach Magersucht oder Fressanfälle nach wochenlanger Diät sind keine Seltenheit.
MUSS DAS SEIN?
Wie es auch geht und warum es dir mit „langfristig ausgewogen“ besser gehen wird, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Inhalt:

~ Du bist NICHT alleine! 
~ „langfristig ausgewogen“ oder Diät-Fressattacken-Ping Pong?
~ Fressanfälle – Ursachen, Problemlösung dahinter und wie du sie loswirst
~ Normales, ausgewogenes Essverhalten wieder lernen – (wie sehr) WILLST du es?


Du bist NICHT alleine!

Lisa sitzt bei mir in der Praxis:
„Es ist mir so peinlich. Jedes Wochenende schaufel ich alles in mich hinein, was ich zu Hause finden kann. Ich verstehe es nicht. Wochenlang habe ich komplett auf Schokolade, Nudeln und sowas verzichten können, aber jetzt eskaliert es jedes Wochenende. Unter der Woche kann ich mich gut ablenken und auf Ungesundes verzichten. Ich nehme mir jedes Mal vor, dass es dieses Wochenende nicht schon wieder passiert. Aber dann doch. Ich weiß nicht mehr weiter.“

Das, was Lisa mir da erzählt, höre ich – so oder in einer ähnlichen Form – nicht das erste Mal. Das kann viele Ursachen haben. Meist muss man viel tiefer suchen, als man vielleicht denkt. Das Essverhalten muss für ein dahinterliegendes Problem herhalten. Physisch ist es leicht nachzuvollziehen: Durch wochenlangen Verzicht oder strikter „Diät“ möchte sich der Körper irgendwann die fehlenden Nährstoffe wieder holen und signalisiert das in Form von Heißhunger. Wenn man nicht aufpasst, kann das schnell ins andere Extrem ausarten. Fressanfälle nach Diät-Phasen – oder gar Binge Eating bzw. Bulimie nach Magersucht – sind leider keine Seltenheit. Vielleicht traust du dich nicht, darüber zu sprechen, weil es dir „peinlich“ ist. Das muss es nicht! Glaube mir, dass du damit nicht alleine bist – sowohl ich selbst habe das schon durch und auch einige meiner Klientinnen erzählen mir von so einer Phase. Es ist es eine völlig normale – und eigentlich auch gute – Reaktion des Körpers. Er zeigt dir: HEY DU, mir fehlt(e) da was! Im besten Fall greift man rechtzeitig ein, bevor das erst wochenlange Hungern in eine andere Richtung ausartet.

„langfristig ausgewogen“ oder Diät-Fressattacken-Ping Pong?

Zig Diät Konzepte gibt es heute auf dem Markt. Wunderpillen hier, Diät-Shakes da. Rückfälle in alte Muster nach strikten X Wochen Programmen. Das Doppelte an Gewicht wieder drauf, nachdem man „wieder nicht durchgehalten hat“.
Wenn sich das Mindset dahinter nicht ändert, sondern einfach nur wochenlang ein (zu) strikter Plan verfolgt wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Erfolg nicht von anhaltender Dauer ist. Die Psyche spielt in Sachen Essverhalten eine sehr große Rolle. Leider ist das „Mindset-Changing“ bei strikten 08/15 „Diät-Programmen“ selten integriert. Es wird mit stark einschränkenden Diät-Plänen oder Wundershake-Diäten auf „Hauptsache schnelle Erfolge“ gesetzt, die dann auch genauso schnell wieder verfliegen und in einigen Fällen sogar der Start einer Essstörung sein können.

Ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren. Ich will gar nicht absprechen, dass es nicht auch vorkommt, dass ein solches Konzept wirklich helfen kann, etwas über die menschliche Ernährung zu lernen und anschließend bewusster darauf zu achten. Wenn es als Start einer Ernährungsumstellung genutzt wird, ist es eine gute Sache. Leider sind diese Konzepte aber oft sehr (zu) strikt aufgebaut, für den Otto Normalverbraucher nicht alltagstauglich, in manchen Fällen sogar mit Vorgaben weit unter dem Grundumsatz, „(soziale) Einschränkungen“, geringe Lebensmittelauswahl bzw. enormer Verzicht und oft gehen dadurch die Probleme erst los.

Artikel-Tipp zum Weiterlesen (meistgelesener Artikel auf dem energy4soul Blog im Jahr 2018): FRESSATTACKEN STOPPEN

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Das Essverhalten kann wieder „normal“ werden

Der Weg vom Diät-Fressattacken-PingPong hin zu einer langfristigen, ausgewogenen Ernährung ist speziell mit einer Essstörungs-Vergangenheit zwar ein Weiter, aber ein Gehbarer! Und: ER LOHNT SICH! Damals dachte ich selbst lange, dass ich sowieso niemals wieder ein „normales Essverhalten“ an den Tag legen könnte. Irgendwo im Internet las ich mal „Eine Essstörung wird man nicht mehr los.“ und dachte dann, mich einfach damit abfinden zu müssen. Das wollte ich aber irgendwann nicht mehr. Wer das also (auch) nicht will, der kann mit viel Arbeit an der Psyche (Selbstreflexion, Persönlichkeitsentwicklung, auf Probleme HIN- statt wegschauen, Schönheits- und gesellschaftliche Ideale hinterfragen) sowie am Körper (gesundes Sportverhalten, Krafttraining unterstützt super nach einer Magersucht beim Muskelaufbau, Umsetzung einer langfristig ausgewogenen Ernährung ohne Verzicht, kein striktes „Diät halten“) etwas dagegen tun.

Ich kann somit Jahre später sagen: ES GEHT!! Du kannst wieder ein gelassenes und ausgewogenes Essverhalten in das Leben integrieren und die Ernährung als das sehen, was sie letztendlich ist: Dem Körper Energie und essentielle Nährstoffe geben. Es auch wieder genießen können. Die Frage ist immer: Wie sehr WILLST du etwas und bist du bereit, etwas dafür zu tun?

Fressanfälle – Ursachen, Problemlösung dahinter und wie du sie loswirst

Sowohl „zu viel“ als auch „zu wenig“ essen hat IMMER einen Auslöser. Wenn man nun einmal das Unwissen über die richtige Ernährung (z.B. Grundumsatz, richtige Makronährstoffverteilung,…) ausschließt, so sind es oft es oft psychische bzw. unterbewusste Handlungen:

Fressanfälle bei Liebeskummer? Etwas „schlägt dir auf den Magen“? Stress? Belohnung? Frust? Psychische Probleme? Wofür braucht es eine (zu) strikte Diät?

Sofern es sich – wie etwa bei einer Trennung oder bei Stress im Job  – um eine kurzfristige Phase handelt, ist das auch nicht weiter tragisch, da sich die physischen Auswirkungen in Grenzen halten werden. Nimmt es allerdings extreme Züge an, kommt man aus dem Diät- oder Fress-Teufelskreis nicht hinaus und dreht sich gefühlt das halbe Leben nur mehr ums Essen, dann ist es höchste Zeit zu handeln! Bei psychischen Problemen, die sich auf das Essverhalten auswirken, gilt es immer, die dahinter liegenden Probleme zu bearbeiten. Das Essen selbst ist niemals das eigentliche Problem. Es muss nur für etwas Anderes „herhalten“. Das geht von kurzfristig „keinen Appetit“ oder einem „Fressanfall“ – etwa wegen einer Trennung oder Stress – bis hin zu starken körperlichen Auswirkungen aufgrund einer anhaltend psychischen Störung.essen

Du darfst dir folgende Fragen stellen:

  • Habe ich erkannt, dass ich ein Problem mit meinem Essverhalten habe?
  • Beeinträchtigt mich dieses Problem und WILL ich es (endlich) lösen?
  • Brauche ich Unterstützung oder schaffe ich es alleine?

Und dann, wenn du WIRKLICH etwas ändern willst – wirst du es auch schaffen. Ob alleine oder mit Unterstützung – in welcher Form auch immer – es ist machbar. Arbeiten am Mindset, Ängste überwinden, alte Glaubenssätze ablegen (Nein, Nudeln machen nicht dick. Nur die entsprechende Menge tut das.).
Das alles ist Teil davon und es lohnt sich, etwas zu tun und daran einmal wirklich zu arbeiten, damit es dir hinterher besser geht!

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Hinweis Juni 2019: aufgrund der Anzahl an Nachrichten, die ich momentan bekomme, kann die Antwort aktuell ein paar Tage auf sich warten lassen – aber du bekommst eine!! 🙂

Normales, ausgewogenes Essverhalten wieder lernen – (wie sehr) WILLST du es?

Es ist ein Weg. Je nachdem, wie lang die Phase des Hungerns und Diätens dauerte und wie stark die psychische Komponente ist, kann es eine Zeit lang dauern, bis man das „normale, intuitive Essen“ und „auf den Körper hören können“ wieder erlernt. Das, was uns als Neugeborene eigentlich mitgegeben wurde, verlernen wir im Laufe der Zeit durch Erziehung, gesellschaftliche Ideale, Erlebnisse, Lebensmittelindustrie und Co., können es aber wieder erlernen. Der Weg von einer Essstörung in Richtung „Leben genießen mit ausgewogener Ernährungsweise“ dauert! Oft auch Jahre! Jeder Rückfall am Weg kann dich stärker machen!

Ich empfehle dir, auch diesen Artikel zu lesen (meistgelesener Artikel auf dem energy4soul Blog im Jahr 2018): FRESSATTACKEN STOPPEN

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> Magersucht loswerden – 10 Dinge, die dir währenddessen keiner sagt <

Ich wünsche dir alles, alles Gute!
Wenn du Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben unter coaching@energy4soul.at und ich werde mich bei Zeit bei dir mit einer Antwort melden.

Alles Liebe
Julia


reitgruber julia energy4soul

Über die Autorin
Julia Reitgruber, MSc.
~ Gründerin energy4soul, Dipl. Fitness- und Personaltrainerin, zertif. Ernährungscoach, psychologische Beraterin
„Ich selbst habe mir jahrelang das Leben mit meinem Essverhalten schwer gemacht, bis ich verstanden habe, wie ich eine ausgewogene Ernährung langfristig in mein Leben integriere, ohne mich einzuschränken oder psychisch fertig zu machen. All das, was ich über viele Jahre über das richtige Krafttraining, eine ausgewogene Ernährung und die menschliche Psyche lernte, gebe ich heute in den Coachings weiter. Ich unterstütze dich auf deinem persönlichen Weg zu einem fitten Körper und einer langfristig ausgewogenen Ernährung ohne unkontrollierten Fressanfällen, Mager- oder Diät-Wahn.“
Mehr über meine Geschichte erfährst du HIER.
Wenn du Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben: KONTAKT.

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