Inneren Schweinehund überwinden – wie geht das?

//Inneren Schweinehund überwinden – wie geht das?

Julia

zul. aktualisiert: 12.06.18
von JULIA

Inneren Schweinehund überwinden

Inhalt:

~ Wenn dich das Mistvieh davon abhält, deine Ziele zu erreichen
~ Jeder hat ihn irgendwo und kann ihn überwinden – in diversen Lebenslagen
~ Inneren Schweinehund überwinden: im Sport
~ Inneren Schweinehund überwinden: in der Ernährung
~ Inneren Schweinehund überwinden: im Studium, Arbeit und Schule
~ Inneren Schweinehund überwinden: im Haushalt
~ Inneren Schweinehund überwinden: beim „intuitiv essen“ und Aufhören vom ständigen Kalorienzählen/Wiegen


Wenn dich das Mistvieh davon abhält, deine Ziele zu erreichen

Ich hatte heute ein angenehmes Gespräch mit einem netten, jungen Mann. Wie etwas häufiger in meinen Unterhaltungen ging es um das Thema Sport, Bewegung und Ernährung. Er meinte zu mir, dass er es phasenweise zwar schaffen würde, die Sache mit „Training und gesundem Essen“ durchzuziehen, er es den größeren Teil seiner Lebenszeit aber nicht hinbekommt, dass er seinen inneren Schweinehund überwinden könnte. Als ich ihn nach dem Grund fragte, gab er zu, dass er das mit dem Sport zwar teilweise schon immer ganz gut hinkriegen würde, es aber dann oft an der Ernährung scheitert. Dann fragte ich ihn, was konkret er in diesem Bereich denn immer umstellte, was er mit „kompletter Verzicht auf Zucker und eben weniger essen“ beantwortete.
inneren schweinehund überwinden

Warum dieses „Radikalding“ aber für viele Menschen meist nicht funktioniert und wie man es schafft, den Schweinehund langfristig zumindest nur mehr flüstern statt schreien zu lassen, kannst du nachfolgend mit ein paar konkreten Tipps nachlesen. Allen voran steht natürlich immer, dass du dir bewusst sein solltest, WARUM du bestimmte Dinge überhaupt machen oder erreichen willst. Was genau ist dabei das Ziel? Und auch eine sehr wichtige (ganz allgemeine) Frage: Was für eine Art Mensch willst du sein? Ein …Sportlicher? … (beruflich/schulisch) Erfolgreicher? … Fleißiger? … Gesunder? … Ehrlicher? … Netter? .. Sauberer? Jemand, der Dinge anpacken kann? Es liegt alles an dir selbst.

Jeder hat ihn irgendwo und kann ihn überwinden – in diversen Lebenslagen

Nobody is perfect. In irgendeinem Lebensbereich gibt es ihn meist, diesen inneren Schweinehund. Manchen fällt es schwer, sich für den Haushalt zu motivieren, andere schaffen es, bestimmte Aufgaben oder Tätigkeiten für Arbeit, Schule oder Studium tagelang vor sich herzuschieben, wiederum andere kriegen das mit „ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernährung“ nicht in den Griff. Und es geht auch gar nicht darum, dass man „überall perfekt sein muss“. Ein „gesunder Mittelweg“ ist wie so häufig das Beste und wer das in allen dieser Bereiche durchzieht, wird auch mit langfristigem Erfolg belohnt werden.

Ganz wichtig vorweg: Du solltest also immer wissen, WARUM du etwas tust. Dieses „wer willst du sein, warum machst du die Dinge, die du tust“ zu verinnerlichen ist ganz wichtig. Äußerliche Faktoren können eine Unterstützung sein, sie sind aber niemals so stark wie dein innerer Wille. Deshalb sei dir selbst im klaren, was deine Motivation dahinter ist. Was ist dein Ziel? Wer willst du sein – für dich selbst und dann entsprechend auch nach außen.
Unter dieser Voraussetzung also nun nachfolgend ein paar Tipps, um im entsprechenden Lebensbereich den inneren Schweinehund zum Schweigen zu bringen:

Inneren Schweinehund überwinden: im Sport

Fast ein Klassiker: „Warum noch die Mühe machen, um sich zu bewegen, wenn es doch so gemütlich auf der Couch ist. Der Arbeitstag war eh so anstrengend, da brauche ich abends Entspannung auf der Couch.“ Warum? Weil du nur diesen einen Körper hast, der auch – bzw. vor allem – für Bewegung gemacht ist, er es dir früher oder später heimzahlen kann, wenn du ihn nur vor dem TV vergammeln lässt. Vielleicht auch, weil du dadurch „besser aussiehst“, gesünder wirkst und vor allem auch da sehr gut „abschalten“ kannst. Kurz: Es tut dir und deinem Körper gut und ich verspreche, das Feeling danach ist HERRLICH. Dieses „ich hab’s geschafft, ich hab es durchgezogen, ich habe etwas für meinen Körper getan„-Gefühl. Ich kenne viele, die dann sogar ins andere Extrem kippen (mich nicht ausgenommen 😉 ), dass sie von diesem Gefühl gar nicht mehr genug bekommen können und sogar „ein Tag ohne Sport“ fast unerträglich wird. Wie immer: Der Mittelweg ist der Beste. 😉 Wenn du dich mal ausnahmsweise sportlich betätigst, macht dich das nicht zu einer Sportskanone und ein Tag ohne zerstört auch keine Resultate.

Vor allem bei sportlichen Zielen ist es enorm wichtig, an Zwischenzielen zu arbeiten und sich einen konkreten Plan auszuarbeiten. Wann genau willst du hingehen? Was genau willst du machen? Wie lange? Du bist nicht von einen Tag auf den anderen unsportlich geworden, also dauert auch der Weg zum Sporthero (bzw. Sportangel) etwas. Aber es geht: Mit Konsequenz! Es bringt aber nichts, sich vorzunehmen, ab nun jeden Tag 2 Stunden ins Fitnessstudio zu gehen, wenn man Monate lang kein einziges Mal hingegangen ist. Drei bis vier Mal pro Woche eine weniger lange Einheit, die wirklich durchgeführt wird, ist mehr, als eine, die auf dem Trainingsplan steht und nicht gemacht wurde. Deshalb: Fange klein an! Setze dir fixe Tage, an denen du es auch WIRKLICH durchziehst. Natürlich muss es nicht das Fitnessstudio sein, ein Home-Workout, ein Kurs, schwimmen, ein Lauf oder eine Radtour tun es auch. Je konkreter dein Ziel und dein WARUM, desto eher setzt du es in die Tat um. Was willst du erreichen? Wie willst du dich danach fühlen?

Sport nach einem harten Arbeitstag?

Wer es nach einem harten Bürotag nicht mehr schafft, sich zum Sport zu motivieren, der sollte es einmal mit Morgensport – oder zumindest Bewegung (z.B. Teil des Weges in die Arbeit zu Fuß) – versuchen. Es ist ein wirklich herrliches Gefühl, wenn man morgens schon etwas für sich selbst und seinen Körper erledigt hat und sich anschließend entspannt in den Bürostuhl setzen kann. Auch da spreche ich aus Erfahrung. Die angenehmsten Arbeitstage waren die, an denen ich vor der Arbeit einen Halbmarathon gelaufen oder mit dem Rad eine Runde gefahren bin und mich den restlichen Tag über auf meine Tätigkeiten konzentrieren konnte. Da muss aber jeder für sich den passenden Weg finden. Ich kenne auch genug Leute, die das morgens absolut nicht könnten und lieber nach der Arbeit damit „abschalten“ (und Dampf ablassen wollen). Wenn du ein „nach der Arbeit ins Fitnessstudio“-Geher(oder zumindest Vorhaber) bist, nimm am besten deine Sportklamotten schon morgens mit. 😉

Inneren Schweinehund überwinden: in der Ernährung

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Der häufigste Fehler bei einer Ernährungsumstellung ist dieses „auf einmal zu viel wollen und sofort alles weglassen, was als ‚böse‘ bekannt ist„. Die Menschen wollen sofort den perfekten Traumkörper, sofort definiert sichtbare Muskeln, sofort den Speck loswerden. Es muss also schnell gehen. Also einfach mal radikal umstellen und sich selbst kasteien. Dabei helfen dann auch die diversen X-Wochen-Diät-Programme. Für kurzfristigen Erfolg: Super! Man hat was, woran man festklammern kann, denn der Plan schreibt es ja vor: Kein Zucker, kein Weißmehl, kein Fett,… kein Leben… Ja, auch mein Gesprächspartner meinte heute „und dann geht man halt doch wieder mit Freunden essen und dann wirft man eh gleich wieder alles über Board„. Muss man das? Kann man nicht beides: An (sportlichen) Zielen dranbleiben UND aufs Verzichten verzichten? 😉

Doch, kann man

Das ist genau das Problem der ganzen X-Wochen-Diätpläne. Die Praxis zeigt einfach, dass es der Großteil nicht schafft, einen zu strikten Plan langfristig in das „normale Leben“ zu integrieren (und im schlechtesten Fall hinterher mehr Kilos wieder drauf- als abgenommen hat). Diese strikten Pläne mögen für Fitnessschönheiten, die nur dafür (und damit) leben und dies entsprechend verkaufen, gut funktionieren. Also für die, die den Großteil ihrer Zeit dem Fitness-und Sportlifestyle widmen können oder für Produkt- und Instagram-Shootings stets in shape sein müssen. Menschen, die im „normalen Leben“ stehen, oft einer Büroarbeit nachgehen, tun dies eben nicht und haben dann Probleme, solche strikten Diäten langfristig in die Tat umzusetzen. Es muss auch nicht sein! Niemand muss sich kasteien, das Leben muss sich nicht um eine Diät drehen, die nur einschränkt. Es darf Spaß machen. Essen darf Spaß machen, was nicht heißt, dass man mit JunkFood übertreiben muss.

Wer dieses langfristige Mindset hat, der wird von Jo-Jo, Übergewicht und Co. verschont bleiben. Dann geht auch ein Essen mit Freunden, ohne, dass dabei ein Ziel „zerstört“ wird.

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Eine Ernährungsumstellung braucht Zeit

Was im Falle der Ernährung also enorm hilft: Sag dir nicht, auf was du ab jetzt (oder „ab Montag“) nun verzichten musst, sondern vor allem, wovon du jetzt MEHR essen (und tun) möchtest. Wir Menschen neigen dazu, im Verbotenen das Reizvolle zu finden. Je mehr wir es uns verbieten, desto mehr wollen wir es. Das sieht dann bei der Ernährung so aus, dass „Ich verzichte jetzt auf alles, was Zucker enthält“ spätestens nach ein paar Wochen in heftigen Fressattacken endet. Für den langfristigen Erfolg und die Gesundheit natürlich nicht das Um und Auf. Deshalb nicht nach dem Motto „Ich darf XY nicht„, sondern: „Ich tu mir und meinem Körper etwas Gutes und esse jetzt mehr Gemüse. Ich esse bunter, werde mehr mageres Protein in meine Ernährung einbauen und außerdem mehr (Wasser) trinken.“ Allein durch diese Umsetzung hilft man dem Sättigungs- und Gesundheitsfeeling schon. Du DARFST alles essen. Immer. Zu jeder Uhrzeit. Und du darfst auch mit Freunden essen gehen. Übertreib es halt nicht mit JunkFood, aber mach dir das Leben nicht unnötig mit Diät-Programmen schwer!

Inneren Schweinehund überwinden: im Studium, Arbeit und Schule

Diese „unnötigen Aufgaben“, die einfach keinen Spaß machen. Das beginnt schon in der Schule mit diesen blöden Hausarbeiten. Tja, aber was willst du damit erreichen? Willst du deinen Abschluss? Ein besseres Gehalt? Willst du deinen Kollegen zeigen, dass du was drauf hast? An dieser Stelle kann ein bisschen Druck von außen tatsächlich helfen (wenn er dich dabei selbst nicht komplett fertig macht!). Was auch immer dein WARUM ist, auch hier sind kleine Zwischenziele ratsam. Erstmal sind es die Noten. Aber bei den Noten geht es um deinen Abschluss. Bei deinem Abschluss geht es um deine berufliche Zukunft. Bei deiner beruflichen Zukunft geht es darum, wie du dir dein Leben finanzierst,… und und und… du darfst dabei zwar langfristig denken, aber setze dir kurzfristig kleine Ziele.

Inneren Schweinehund überwinden: im Haushalt

Noch so eine Aufgabe, die wirklich eigentlich keinen Spaß macht. Das stärkste Warum in diesem Bereich ist wohl „ein schönes Zuhause“ oder „saubere Wäsche und Geschirr„. Es ist eben ein notwendiges Übel. Im Gegensatz zu den vorigen 3 Bereichen (bei denen man sich zwar Unterstützung in Form von Coaching oder Nachhilfe suchen kann, es aber im Endeffekt selbst durchziehen muss), könnte man diesen Bereich zumindest komplett auslagern. Dennoch, auch das kann man sich nett machen: Vor allem, wer dem Faktor „Bewegung“ viel anrechnet, kann sich diese Tätigkeit dadurch schön reden. Es geht eben nicht immer um exzessiven Sport. Wer mit dem Sauger durch die Wohnung fährt, putzt, oder beim Wäsche aufhängen bei lauter Musik durch die Gegend tanzt, der hat schon ein paar Schritte mehr auf dem Schrittzählerkonto und dem Körper damit auch was Gutes getan. 😉

Inneren Schweinehund überwinden: beim „intuitiv essen“ und Aufhören vom ständigen Kalorienzählen/Wiegen

Ok, zugegeben, das ist eine etwas andere Art von Schweinehund und nicht der Klassiker, den man in so einem Beitrag jetzt vielleicht vermutet. Da ich aber weiß, dass es viele Mädels von meinem Instagram-Profil hierher verschlägt, die Probleme damit haben „gelassen zu essen“, wollte ich diesen Part dennoch anführen. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Das macht auch den „Start in den Sport“, Aufhören mit dem Rauchen oder sonstige Umstellungen etwas schwieriger. Genauso ist es beim Aufhören vom Kalorienzählen (oder dem ständigen „auf die Waage stellen“), wenn man einmal in diesem Wahn drin ist. kalorien zählen wiegen

Ich habe auch lange gesagt „ach, die 5-10 Minuten am Tag, die ich damit verbringe, kein Ding, stresst mich nicht„. Und wer sein Leben lang jeden Bissen in eine App eintragen möchte, kann das natürlich gerne tun.Aber als ich gemerkt habe, wie befreiend das Aufhören vom Fixieren auf die Ernährung und Kalorien ist (und das wirklich mal umzusetzen hat Überwindung gekostet hat), will ich mittlerweile gar nicht mehr dorthin zurück. DANN kann man nämlich wirklich lernen, mit seinem Körper in Einklang zu sein und auf ihn zu hören. Und ich weiß, dass es vielen anderen Mädchen auch so geht, dass sie gerne damit aufhören würden, aber den Umstieg nicht schaffen. Aus Gewohnheit, aus Sicherheit, aus Angst. (Die typischen Stolpersteine bei Veränderungen.). Dabei sind es genau DIE Menschen, die sich am wenigsten drum sorgen müssten, „schnell wieder dick zu werden„. Gerade sie wissen am besten, welche Nährstoffe und wie viel davon in welchem Lebensmittel drinstecken. Und wer dann auch noch ein gutes Gefühl für den eigenen Körper hat (was langfristig ein super Ziel ist #listentoyourbody), der weiß auch, wie viel Energie der Körper braucht.

Wer das einmal inne hat, sich nicht viele Verbote setzt, frei im Kopf ist, der wird auch ohne App sein Normalgewicht halten können.

Und darum geht es: Beweg dich, iss ausgewogen, mach dir dein Leben entspannt, schön und frei. 🙂

reitgruber julia energy4soul

Über die Autorin
Julia Reitgruber, MSc.
~ Gründerin energy4soul, Dipl. Fitness- und Personaltrainerin, zertif. Ernährungscoach, psychologische Beraterin
„Ich selbst habe mir jahrelang das Leben mit meinem Essverhalten schwer gemacht, bis ich verstanden habe, wie ich eine ausgewogene Ernährung langfristig in mein Leben integriere, ohne mich einzuschränken oder psychisch fertig zu machen. All das, was ich über viele Jahre über das richtige Krafttraining, eine ausgewogene Ernährung und die menschliche Psyche lernte, gebe ich heute in den Coachings weiter. Ich unterstütze dich auf deinem persönlichen Weg zu einem fitten Körper und einer langfristig ausgewogenen Ernährung ohne unkontrollierten Fressanfällen, Mager- oder Diät-Wahn.“
Wenn du Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben: KONTAKT.

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